Die Fraktion der Freien Wähler (FW) im bayerischen Landtag fordert eine Krankenversicherungspflicht für alle Deutschen bei freier Wahl zwischen gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV). Die Wahl zwischen Krankenkassen und Privatversicherung soll allen Bevölkerungsgruppen offenstehen, Beamten wie Selbstständigen oder Angestellten.
Die Pflichtversicherungsgrenze beim Einkommen wollen die Freien Wähler ebenso abschaffen wie den Gesundheitsfonds, berichtet die "Nürnberger Zeitung". Die Beitragsberechnung stellen sich die FW gstaffelt nach Einkommen vor. Dabei sollen alle Einkünfte in die Berechnung einbezogen werden. Auch gibt es keine Obergrenzen im Beitrag mehr, wie sie derzeit in der gesetzlichen Krankenversicherung gelten.
So müsste ein Versicherter mit einem Monatseinkommen von 220.000 Euro zwar monatlich mehr als 2000 Euro einzahlen, dies bewege sich jedoch immer noch unterhalb von einem Prozent. Laut "Nürnberger-Zeitung" lägen die Beiträge für alle Versicherten jedoch unter dem derzeitigen Einheitsbeitrag von 15,5 Prozent. Bei Einkommen unterhalb des Existenzminimums zahlt der Staat die Beiträge.