Die Mehrheit der gesetzlich Krankenversicherten (61 Prozent) ist prinzipiell bereit, ihren Krankenversicherungsschutz auszubauen und eine private Zusatzversicherung abzuschließen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung Korehnke Kommunikation und dem Marktforschungsinstitut mindline media, die dazu im September 2009 rund 500 Personen ab 14 Jahren telefonisch befragt haben.
Zahnzusatzversicherung an erster Stelle
Bei den Befragten steht vor allem die Absicherung für den Zahnersatz und die Zahnbehandlung im Vordergrund (Zahnersatz: 39 Prozent; Zahnbehandlung/-pflege: 31 Prozent). Gleich danach kommen Zusatzpolicen, die optische und akustische Hilfsmittel wie Brillen und Hörgeräte bezuschussen (26 Prozent). Wichtig ist den Befragten außerdem die Absicherung für eine gute Betreuung im akuten medizinischen Versorgungsfall, wie der schnelle Zugang zu Spezialisten (26 Prozent) und eine bessere Unterbringung und Behandlung im Krankenhaus (24 Prozent).
Wunsch nach Befreiung von Medikamentenzuzahlung
Nahezu ebenso häufig äußern die GKV-Versicherten Bedarf an Zusatzversicherungen für die Leistungsbereiche Befreiung von Medikamentenzuzahlungen (23 Prozent), Auslandskrankenschutz (23 Prozent) und Heilmittel wie Massagen und Physiotherapie (22 Prozent). Auch der Pflegezusatzschutz und Naturheilverfahren bzw. alternative Methoden würden 20 beziehungsweise 19 Prozent über eine private Zusatzversicherung absichern wollen.
Die Möglichkeit, Zugang zu neuen Medikamenten und Behandlungsmethoden zu erhalten, deren Kosten die gesetzliche Krankenkasse nicht übernimmt, ist für 18 Prozent der Befragten wichtig. Für regelmäßige Präventionsprogramme wie Ernährungsberatung und sportmedizinische Beratung sind allerdings nur 9 Prozent der GKV-Versicherten bereit, eine Zusatzversicherung abzuschließen.
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