Gesundheitsministerin Ulla Schmidt will die Einkommensgrenzen für die Krankenversicherung deutlich anheben, so dass Gutverdiener künftig wesentlich mehr für ihre Krankenversicherung zahlen müssen als bisher. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll die Beitragsbemessungsgrenze für Arbeitnehmer von monatlich 3562,50 auf 5.250 Euro/Monat in den alten Bundesländern und 4.400 Euro/Monat in den neuen Bundesländern steigen. Damit müsste ein Besserverdiener künftig im Westen bis zu 127 Euro und im Osten bis zu 63 Euro im Monat mehr zahlen.
Außerdem will Schmidt die Beitragsbemessungsgrenze für die Arbeitgeber aufheben und einen Lohnsummenbeitrag einführen. Dadurch müssten die Firmen einen Prozentanteil auf alle Löhne zahlen. Minijobber sollen aber außen vor bleiben. So könnten die Kassensätze für Geringverdiener sinken, für gut verdienende Angestellte müssten die Unternehmen dagegen mehr bezahlen.
Die Privatversicherungen sollen in den Gesundheitsfonds mit einbezogen werden. Allerdings sollen für sie Sonderregelungen gelten, damit die Versicherer für neue Kunden weiter Altersrückstellungen bilden können.
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