Der Schätzerkreis der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) geht davon aus, dass die Einnahmen des Gesundheitsfonds 2009 krisenbedingt um 2,9 Milliarden Euro niedriger ausfallen als im Oktober 2008 erwartet. Die bereits zugesagten Zuweisungen an die Krankenkassen sollen jedoch in voller Höhe an die Krankenkassen ausgezahlt werden. Das teilt der GKV-Schätzerkreis in einer Mitteilung zu seiner Sitzung am Donnerstag mit.
Die Mindereinnahmen sollen durch ein Liquiditätsdarlehen des Bundes ausgeglichen werden. Die mit der Darlehensgewährung verbundene Rückzahlungsverpflichtung des Gesundheitsfonds ist mit dem Konjunkturpaket Teil II von 2010 auf Ende 2011 verschoben worden.
Bei der Schätzung der zu erwartenden Ausgaben kam es zu einer weiteren Annäherung der Ausgabenschätzungen von Bundesministerium für Gesundheit und Bundesversicherungsamt einerseits und dem GKV-Spitzenverband andererseits.
Das Bundesgesundheitsministerium schätzt die Ausgaben für 2009 auf 166,4 Milliarden Euro, der GKV-Spitzenverband erwartet für 2009 Ausgaben in Höhe von 167,3 Milliarden Euro. Aufgrund der nun vorliegenden endgültigen Rechnungsergebnisse für das Jahr 2008 gehen alle Mitglieder des Schätzerkreises von geringeren Ausgaben für das Jahr 2009 aus als noch in der letzten Sitzung prognostiziert.
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