Die Rentenbeiträge können nach Einschätzung der Bundesregierung wohl erst 2012 vorübergehend gesenkt werden. Bereits sechs Jahre später wird der Beitragssatz voraussichtlich wieder deutlich steigen und dann erstmals über 20 Prozent liegen. Ursprünglich sei für 2011 eine Beitragssenkung eingeplant gewesen. Das geht aus dem Rentenversicherungsbericht des Sozialministeriums hervor, der dem Nachrichtensender "n-tv" vorliegt.
Eine "außerplanmäßige" Erhöhung der Altersbezüge in diesem und nächstem Jahr ließen eine frühere Senkung Rentenversicherungsbeiträge nicht zu. Ein Jahr später also soll der Beitragssatz dann auf 19,2 Prozent sinken (derzeit 19,9 Prozent). Allerdings erwartet Sozialminister Olaf Scholz schon für 2018 eine deutliche Erhöhung auf 19,7 Prozent, die ein Jahr später bei 20 Prozent liege.
Der Lebensstandard werde dann mit weniger als der Hälfte (46 Prozent) durch die gesetzliche Rente gesichert. Heute liegt der Wert noch bei gut 50 Prozent.
Die gute Konjunktur und die daraus folgenden höheren Einnahmen stockten die Reserven der gesetzlichen Rentenversicherung um vier Milliarden Euro auf insgesamt 15,7 Milliarden Euro auf. Das entspreche knapp einer Monatsrente, also der Summe, die für die Zahlung aller Renten monatlich aufgewendet werde. Für die geplante Beitragssenkung seien anderthalb Monatsrenten Reserve notwendig.
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