Bei einem Testvergleich von 63 Hausratversicherungen hat FINANZtest große Unterschiede bei den Preisen und Leistungen festgestellt. Der gleiche Schutz kostete bei dem teuersten Anbieter weit mehr als dreimal so viel wie bei den günstigen Anbietern. Doch auch die Leistung sei unterschiedlich, teilte FINANZtest mit. Vor allem Fahrradbesitzer sollten sich die Konditionen genau anschauen, um nicht im Falle eines Diebstahls leer auszugehen.
Wie der Test ergab, verlangen Hausratversicherungen bei einer Versicherungssumme von 55 000 Euro je nach Tarifzone zwischen 37 und 375 Euro pro Jahr. Der Wechsel zu einem günstigen Anbieter bringt im FINANZtest-Modellfall eine Ersparnis von bis zu 73 Prozent oder 266 Euro pro Jahr. Wer keinen wirklich wertvollen Hausrat hat und zudem über ausreichende Rücklagen verfügt, um Mobiliar und Geräte zur Not zu ersetzen, kann auf eine Hausratversicherung auch ganz verzichten.
Normalerweise versichert eine Hausrat-Police gegen Feuer- und Wasserschäden sowie Einbruch. Für alle zerstörten Gegenstände wird dann der Neuwert ersetzt. Wenn eine Reparatur ausreicht, kommt die Versicherung für die Kosten auf und gleicht zusätzlich einen etwaigen Wertverlust aus. Extraleistungen wie der Ersatz von Unterbringungskosten, wenn die Wohnung nicht benutzbar ist, und Unterstützung bei der Organisation von Aufräumarbeiten und Ersatzbeschaffung können ebenfalls in der Absicherung enthalten sein.
Der Schutz ist je nach Wohnort und Wert der Wohnungseinrichtung unterschiedlich teuer: In ländlich-friedlichen Gebieten zahlt man unter Umständen nur ein Drittel dessen, was Einwohner eines städtischen "Hochrisikogebietes" aufbringen müssen. Wichtig ist die Wahl der richtigen Versicherungssumme. Die Experten warnen: Wenn der Wert der Wohnungseinrichtung höher ist als die Versicherungssumme, ersetzt die Versicherung auch bei geringen Schäden den Wert der Einrichtung immer nur anteilig. Die Versicherungssumme zu niedrig anzusetzen lohnt sich also nicht.
Die meisten Hausratversicherungen umfassen Fahrräder nur dann, wenn sie abgeschlossen in Wohnung, Keller oder Garage stehen. Alles weitere wird teuer: Bis zu 143 Euro Zuschlag werden für einen Schutz tagsüber außerhalb der Wohnung fällig. Rund um die Uhr versichert zu sein kostet fast immer doppelt so viel wie die günstigsten Angebote ohne Fahrradschutz.
Die vollständigen Ergebnisse der Untersuchung sind im aktuellen FINANZtest-Heft zu finden.