Raucher können vom Abschluss einer sogenannten Lebensstilrente profitieren. Mit derartigen Policen werden individuelle Lebensweisen berücksichtigt. So zahlt beispielsweise ein liechstensteinischer Versicherer Rauchern eine höhere Rente. Aufgrund ihrer geringeren Lebenserwartung kosten Raucher die Versicherungen weniger, lautet die Begründung. Das berichtet "Spiegel Online".
Die Idee zu den Individualversicherung entstand in Großbritannien in den neunziger Jahren. Die "Non-Standard Annuities" (deutsch: Nicht-Standardrenten) versichern Raucher, Übergewichtige und Herzkranke zu besseren Konditionen als herkömmliche Angebote.
Versicherungen belohnen ungesunde Lebensweise
In Deutschland entwickelt sich der Markt mit den Nischenprodukten erst allmählich. Beispielsweise beim liechtensteinischen Versicherer Quantum Leben kann eine solche Individualrente abgeschlossen werden, schreibt "Spiegel Online". Wer diese Versicherung beim Vertriebsunternehmen Alternative Investments Deutschland (AID) abschließt, kann als starker Raucher (mehr als 15 Zigaretten pro Tag) oder schwer Übergewichtiger bis zu doppelt soviel Rente bekommen wie gesunde Versicherte.
Allerdings behält sich der Versicherer vor, den Nikotinkonsum mit einem Urintest zu überprüfen. Bei starken Rauchern enthält die Urinprobe je Milliliter mindestens 300 Milliardstelgramm des Nikotinabbauprodukts Cotinin.
Höhere Rente bei schwerer Krankenheit
Beim Versicherer LV 1781 wird eine schwere Krankheit mit einer höhere Rente bedacht. Dazu muss laut "Spiegel Online" drei Monate vor Rentenbeginn der Gesundheitszustand überprüft werden. Ergibt die Diagnose des Arztes eine kürzere Lebenserwartung, setzt die LV 1781 die Rente hoch.
Dabei richtet sich die Höhe der Beiträge nach der statistischen Lebenserwartung. So verkürzt sich die Lebenserwartung bei einem Herzinfarkt statistisch um drei Jahre. Dafür erhält ein Herzpatient bei der LV 1781 statt 1000 Euro im Monat 1119 Euro Rente. Das sind fast zwölf Prozent mehr.
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