Die Innungs-krankenkassen fordern die Zahnärzte auf, die Versicherten uneingeschränkt bis zum Jahresende weiter zu behandeln. Der Verein der Innungskrankenkassen (IKK e.V.) reagierte damit auf Medienberichte, dass IKK-Versicherte nur noch in Notfällen behandelt würden. Die Budgets für zahnärztliche Behandlungen seien ausgeschöpft, hieß es.
Zahnärzte tragen Verteilungsprobleme auf dem Rücken der Versicherten aus
"Es ist unverantwortlich, dass die Zahnärzteschaft ihre Honorarverteilungsprobleme auf dem Rücken der Versicherten austrägt", sagt Hans-Jürgen Müller, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V.. Die zahnärztliche Vergütung werde von den Krankenkassen und der Zahnärzteschaft gemeinsam ausgehandelt, und mit diesem Budget hätten die Zahnärzte die Versorgung ganzjährig sicher zu stellen, fordert der IKK e.V..
Versicherte sollten sich an ihre IKK wenden
Hintergrund ist, dass die regionalen Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZV) und die Krankenkassen jährlich ein Budget festlegen, das wiederum die KZV an die Zahnärzte verteilt. "Versicherte sollten keinesfalls für Kassenleistungen eine private Zahlung vereinbaren", sagt Müller. Die Versicherten sollten dies ablehnen und sich umgehend an ihre IKK wenden.
Foto: © Sandor Kacso/FOTOLIA
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