Das österreichische Bundesland Kärnten hat eine Kuhangriffsversicherung abgeschlossen. Nach mehreren Kuhattacken auf Urlauber und Passanten zog das Land jetzt die Notbremse und schloss eine Gruppenversicherung für die Mitglieder des Almwirtschaftsvereins ab. Das berichtet die "Tiroler Tageszeitung" auf ihren Internetseiten.
Die Versicherung soll mögliche Schadensersatzforderungen gegen die Almbauern absichern und vor wirtschaftlichen Schäden im Fall einer Klage schützen. "Die Versicherung kostet jährlich 7000 Euro und deckt Schadensersatz-Forderungen bis zu drei Millionen Euro ab", erklärt der Kärntner Agrarreferent Josef Martinz gegegenüber dem ORF.
"Achtung, Weidevieh" - Schilder warnen demnächst vor Kühen
Zudem wollen die Kärntner Almbauern verstärkt mit Warntafeln auf die freilaufenden Kühe hinweisen. Besonders Mutterkühe, die ihre Jungen verteidigen wollen, greifen immer wieder Wanderer an. Nach Angaben der "Tiroler Tageszeitung" rät der Alpenverein, dass man um Kuhherden einen großen Bogen machen sollte. Zudem sollte man die Tiere nicht füttern und Hunde grundsätzlich an der Leine führen.
Was zunächst kurios klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Erst am vergangenen Sonntag war eine 58-jährige Gelsenkirchenerin von Kühen angegriffen worden und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Offenbar fühlten sich die Kühe vom Hund der Urlauber bedroht und liefen auf das Ehepaar zu. Zwar ließ die Frau ihren Hund los, dennoch wurde sie von einer Kuh gestreift und von einer zweiten überrannt. Dabei brach sich die Bankangestellte den rechten Daumen und zog sich mehrere Rippenbrüche, Prellungen und Abschürfungen am ganzen Körper zu.
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