Rund 24 Millionen Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben seit dem Beginn der Zuzahlungsbefreiung im Juli 2006 bis zum April 2009 von der Regelung profitiert. Insgesamt haben sie durch die Zuzahlungsbefreiung 680 Millionen Euro gespart, teilt der GKV-Spitzenverband mit.
Mitte August 2009 seien rund 11.600 Arzneimittel in 176 Wirkstoffgruppen für GKV-Versicherte zuzahlungsfrei. Damit verfünffachte sich die Anzahl der Medikamente ohne Zuzahlung seit dem Start. Grundsätzlich beträgt die gesetzliche Zuzahlung zehn Prozent der Kosten für das Medikament, mindestens jedoch fünf, höchstens zehn Euro.
Zuzahlungsbefreit sind Festbetragsarzneimittel, wenn sie besonders günstig sind, der Preis also mindestens 30 Prozent unter dem Festbetrag bezogen auf den Apothekeneinkaufspreis liegt. Zusätzlich muss der GKV-Spitzenverband die Zuzahlungsbefreiung beschließen.