Die befürchtete Erhebung eines Zusatzbeitrages von den Krankenkassen zum ersten Juli bleibt aus. "Es sind nur zwei oder drei kleine Krankenkassen davon betroffen", sagte der Präsident des Bundesversicherungsamtes, Josel Hecken, der "Berliner Zeitung". Noch im April war Hecken davon ausgegangen, dass 16 Kassen mit insgesamt 4,5 Millionen Versicherten einen Zusatzbeitrag anheben müssten. Die Kassen wurden vom Bundesversicherungsamt aufgefordert, sich mit finanzkräftigeren Krankenkassen zusammenzuschließen. Dieser Empfehlung seien laut Hecken bereits einige Kassen gefolgt.
Seit der Einführung des Gesundheitsfonds Anfang 2009 zahlen alle Versicherten einen einheitlichen Beitrag von 15,5 Prozent. Dieser Beitrag sinkt ab Juli 2009 auf 14,9 Prozent, weil der Zuschuss der Steuermittel an der gesetzlichen Krankenversicherung erhöht wird. Kommen die Krankenkassen nicht mit dem Geld aus, dass ihnen der Gesundheitsfonds zuweist, können die Kassen einen Zusatzbeitrag erheben. Dieser Beitrag darf maximal ein Prozent vom Bruttoeinkommen eines Mitglieds betragen. Der Versicherte hat dann ein Sonderkündigungsrecht.