Die Bundesregierung will Krankenkassen dazu verpflichten, ihre Bilanzen offenzulegen. Dazu bereitet die Regierungskoalition aus CDU, CSU und FDP ein Gesetz vor, berichtet die "Wirtschaftswoche". Die Koalition führe derzeit Gespräche zu dem Thema, heißt es. Das Gesetz soll nach dem Aus der Krankenkasse City-BKK verlorenes Vertrauen bei den Versicherten zurückbringen.
Krankenkassen müssen bisher kaum Daten offenlegen
Noch in diesem Jahr könnte ein entsprechendes Gesetz verabschiedet werden, heißt es in dem Artikel. Hintergrund: Als Einrichtungen des öffentlichen Rechts müssen Krankenkassen nur wenige Daten veröffentlichen. Ein Vorbild für Veröffentlichungspflichten könnten die Bestimmungen für Kapitalgesellschaften sein. Sie müssen vierteljährlich alle wichtigen Geschäftszahlen veröffentlichen.
22 Krankenkassen in Gefahr
Die daraus entstehende Transparenz komme auch den Versicherten zugute, sagte der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn der "Wirtschaftswoche". Der City-BKK, die zum Ende des Monats schließt, könnten noch weitere Krankenkassen folgen. Aktuell seien 22 weitere Krankenkassen wegen ihrer angespannten Finanzlage gefährdet, berichtet die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf interne Schätzungen des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung.
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