Der Orkan Kyrill kostet die Allianz Versicherung europaweit rund 350 Millionen Euro. Diese Zahl gab der Versicherer heute in München bekannt. Nach eigenen Angaben bewegt sich die Höhe der Schäden im Rahmen der Erwartungen aus den hauseigenen Risikomodellen.
Die Schäden entstanden vor allem an Gebäuden und Fahrzeugen. Neben Deutschland sind in der Allianz Gruppe Großbritannien, Österreich, die Tschechische Republik, Polen, Ungarn und die Slowakei nennenswert betroffen. Die höchste Anzahl an Schadenmeldungen ging in Deutschland ein. "Wir rechnen mit etwa 230.000 Schäden. Dies entspricht einer voraussichtlichen Nettoschadensumme von rund 180 Millionen Euro", so Thomas Pleines, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versicherungs-AG.
Am häufigsten betroffen ist die Gebäudeversicherung: Dächer wurden teilweise oder ganz abgedeckt und Gebäudefassaden durch Gegenstände in Mitleidenschaft gezogen. An zweiter Stelle stehen Schäden an Kraftfahrzeugen durch umgestürzte Bäume, herab fallende Äste oder andere Gegenstände. Im Bereich der Industrieversicherung rechnet der Branchenführer "nur" mit einer voraussichtlichen Nettoschadenbelastung von 35 bis 50 Millionen Euro.
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