Die südafrikanische Versicherungsgesellschaft Metropolitan Life bietet ihren Kunden einen ungewöhnlichen Service an. Mit dem Mobiltelefon kann man eine Lebensversicherung über sechs Tage abschließen. Der Service ist vor allem für Menschen aus ärmeren Schichten gedacht, um die Familie gegen tödliche Unfälle des Ernährers abzusichern.
"Jeden Tag benutzen viele Südafrikaner die notorisch unsicheren Minibus-Taxis. Gerade zu Zeiten mit hohem Verkehrsaufkommen ist die Gefahr eines tödlichen Unfalls hoch. Vergangene Ostern starben zum Beispiel 276 Menschen", sagt Derek Pead, CEO von Cover2go, einer Tochtergesellschaft von Metropolitan Life, die den Versicherungsservice per Handy anbietet.
Die Police kostet umgerechnet 1 Euro. Bei einem Unfalltod zahlt das Unternehmen rund 6.400 Euro an die Hinterbliebenen aus. Die Police wird per SMS gekauft. Man schickt seinen Namen und Ausweisnummer an eine spezielle Mehrwertdienstnummer, die Abrechnung erfolgt über die Handyrechnung. Zur Bestätigung erhält der Kunde ebenfalls eine SMS, die dann als Versicherungsnachweis gilt. Zum Ablauf des Versicherungszeitraums erhält der Kunde eine Benachrichtigung mit der Möglichkeit, den Versicherungsschutz zu verlängern.
In Südafrika verfügt die Mehrzahl der ärmeren Einwohner nicht über ein Bankkonto. Mobiltelefone sind dagegen weit verbreitet und werden verstärkt als Bezahlsystem genutzt.
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