Eine Studie der Delta Lloyd Deutschland AG und des F.A.Z.-Instituts warnt vor Altersarmut. Schon jetzt hat jeder dritte Rentnerhaushalt weniger als 1.000 Euro pro Monat zur Verfügung. Trotzdem rechnet jeder zweite Berufstätige im Alter mit monatlichen Nettoeinnahmen zwischen 1.000 und 2.000 Euro, fanden sie in einer repräsentativen Umfrage unter Menschen ab 50 heraus.
Der Studie zufolge verlassen sich 75 Prozent der älteren Bürger weitgehend auf die gesetzliche Rente. Insgesamt planen nur knapp vier von zehn Befragten, einen Teil des Ersparten in den nächsten drei Jahren in ein Altersvorsorgeprodukt zu investieren. Dabei kann das bisher ersparte Vermögen längst nicht bei allen die Versorgungslücke schließen. Bei gut 40 Prozent der Betroffenen liegen die Ersparnisse unter 10.000 Euro.
Eine professionelle Vermögensberatung zieht bisher nur eine Minderheit der Befragten in Betracht. Dreiviertel der Über-Fünfzigjährigen verlassen sich bei der Wahl ihrer Altersvorsorgestrategie allein auf ihr eigenes Urteil oder das ihres Lebenspartners (74,2 Prozent). Nur jeder Fünfte holt zusätzliche Informationen von Verwandten und Bekannten ein, lediglich 5 Prozent vertrauen auf den Rat eines professionellen Vermögensverwalters.
Dabei hegt die Mehrheit der Befragten große Wünsche für die Zeit nach der Arbeit. Einen ausgedehnten Urlaub wollen sich fast zwei Drittel der Befragten in den ersten Jahren des Ruhestands gönnen. Durchschnittlich planen Männer dabei eher als Frauen, mehr Geld für
Reisen, Unterstützung von Angehörigen, Wohnungsinventar und Autokäufe auszugeben.
Frauen denken dagegen eher an höhere Ausgaben für medizinische Behandlungen.
Für die Studie "Kundenkompass Vermögensanlage ab 50" wurden im Januar 2007 1.000 deutsche Bürgerinnen und Bürger ab 50 Jahren zu ihren Wünschen und Ängsten bezüglich der eigenen Zukunft und zu ihrer Anlagestrategie für ihr Vermögen befragt. Die Auswahl der Befragten entspricht dem Querschnitt der deutschen Bevölkerung in der genannten Altersgruppe.