Das deutsche Rentensystem ist bislang kaum von der Finanzkrise betroffen. Das ergab eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die OECD erwartet, dass weltweit Millionen von Rentnern mit deutlichen Einbußen bei der Rente im Zuge der Finanzkrise rechnen müssen. Das gilt vor allem für jene OECD-Mitgliedsstaaten, deren Rentensysteme stark auf Aktien und Fonds setzen.
In Deutschland dagegen bleiben Rentner und nachfolgende Rentengenerationen vorerst von den Auswirkungen der Kapitalmarktkrise verschont. Ursache dafür ist das spezifisch deutsche Rentensystem, das auf die drei Säulen der gesetzlichen, betrieblichen und gesetzliche Rentenversicherung wurde bisher kaum durch die Krise beeinflusst. Nach Ansicht der OECD werden sich die Reformen der letzten Jahre allerdings nachteilig auf die zur Zeit jungen Beitragszahler mit unterdurchschnittlichem Einkommen auswirken. Damit werde das Risko der Altersarmut in Deutschland langfristig ansteigen, warnt die OECD.
Trotz Stabilität des deutschen Rentensystems zählen gerade die deutschen Geringverdiener zu den Verlierern. Nach 45 Beitragsjahren mit einem unterdurchschnittlichen Einkommen erhält ein Rentner in Deutschland aus der gesetzlichen Rente nur 43 Prozent seines Bruttoeinkommens. Damit liegt Deutschland weit unter dem OECD-Durchschnitt von 71,9 Prozent. Ein Armutsrisiko vor allem für Geringverdiener.
BGH-Urteil: Reise-Umbuchungen bleiben teuer
Der BGH hat ein wichtiges Urteil in Sachen Reiseum...
mehr