Zukünftig sollen sehr viel mehr Menschen Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung haben. Vor allem Demenzkranke sollen durch die Erweiterung von bislang drei Pflegestufen auf künftig fünf "Bedarfsgrade" einen besseren Pflegestatus erhalten. Dies geht aus dem Gutachten des Pflegebeirats der Regierung hervor, das am Donnerstag an Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) überreicht werden soll und das der "Rheinischen Post" vorliegt.
Laut Gutachten, aus dem die "Rheinische Post" zitiert, werden Pflegebedürftige künftig nach einem neuartigen Verfahren eingestuft. Dabei sollen "sowohl körperliche Beeinträchtigungen als auch kognitiv/psychische Einbußen und Verhaltensauffälligkeiten, die einen spezifischen Unterstützungsbedarf nach sich ziehen", berücksichtigt werden.
So sollen in Zukunft auch Menschen mit psychischen und geistigen Einschränkungen stärker die Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen können. Die Gutachter krisiteren nach Angaben der Zeitung, dass bisher die Einschätzung der Pflegebedürftigkeit "einseitig auf die Bedürfnisse vor allem altersgebrechlicher Menschen ausgerichtet" war.
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