Die Pflegeversicherung könnte in Zukunft durch eine private Zusatzversicherung ergänzend finanziert werden. Wie WELT ONLINE berichtet, plant die große Koalition eine staatlich geförderte Zusatzversicherung nach dem Riester-Modell. Die Bürger sollen so zur Eigenvorsorge animiert werden.
Sollten diese Pläne umgesetzt werden, könnte das den geplanten Beitragsanstieg in der Pflegeversicherung geringer ausfallen lassen. Unabhängig davon soll der Beitragssatz im nächsten Jahr um ein halbes Prozent erhöht werden. Begründet wird dies mit den besseren Pflegeleistungen, die im Zuge der geplanten Reform eingeführt werden sollen. Die Mehrbelastung für die Beitragserhöhung soll durch eine sinkenden Beitrag zur Arbeitslosenversicherung wieder ausgeglichen werden.
Mit der geplanten Zusatzversicherung sollen Beitragszahler in jungen Jahren eine Kapitalreserve für die Pflege aufbauen. Den Aufbau einer solchen Kapitalreserve hatten die Regierungsparteien bereits im Koalitionsvertrag beschlossen. Ursprünglich wollte die Union eine Zusatzprämie von den Versicherten erheben. Die SPD favorisierte einen Solidarbeitrag der privat Pflegeversicherten. Insbesondere dieser Vorschlag ist verfassungsrechtlich umstritten.