Privatpatienten wechseln nicht 

Die rund 8,6 Millionen Privatversicherten in Deutschland haben innerhalb der vergangenen sechs Monate kaum von ihrem Recht Gebrauch gemacht, die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln. Das berichtet die "Welt am Sonntag", die bei mehreren großen Versicherungskonzernen nachfragte.

Die größte private Krankenversicherung, die Debeka, verzeichnete seit Beginn dieses Jahres zehn Wechsler. Bei der DKV gab es bislang einen Wechsler. Ähnlich sieht es bei Central und Allianz aus. Bis zum 30. Juni haben Privatpatienten noch die Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln und dabei einen Anteil der Altersrückstellungen mitzunehmen.

Mit der Einführung des Wechselrechts wollte die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt den Wettbewerb bei den privaten Anbietern erhöhen. Allerdings verhindert laut "Welt am Sonntag" die Kalkulationsverordnung einen Wettbewerb zwischen den privaten Versicherern.

Demnach können Bestandskunden nur einen begrenzten Anteil der Altersrückstellungen bei einem Wechsel mitnehmen und müssen beim neuen Versicherer zunächst 18 Monate im Basistarif bleiben, bevor sie einen anderen Tarif wählen können. Damit sind die Bedingungen für einen Wechsel der privaten Krankenversicherung äußerst unattraktiv.

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