Die ostdeutschen Rentner bekamen 2008 eine um durchschnittlich 17 Prozent höhere Rente als Westsenioren, obwohl sie in Ostdeutschland früher durchschnittlich weniger verdienten. Das geht aus einer Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft für die "Welt am Sonntag" hervor.
Durchschnittlich erhielten Rentner im Osten monatlich 917,80 Euro Rente und damit 133,47 Euro mehr als Westrenter. Besonders ostdeutsche Frauen erhielten höhere Bezüge. Ursache dafür seien die lückenloseren Erwerbsbiografien der Ostdeutschen zu DDR-Zeiten. Zudem seien die Ostdeutschen in der Rentenversicherung besser gestellt.
Das will die Koalition allerdings ändern: Laut Koalitionsvertrag wollen CDU und FDP noch in dieser Legislaturperiode ein einheitliches Rentensystem für Ost und West einführen. Eine gleiche Rente in Ost und West hatte auch die große Koalition geplant - allerdings erst für 2020.
Trotz des niedrigeren Niveaus der gesetzlichen Rente liegen die Alterseinkünfte im Westen höher als im Osten. Westrentner verfügen über mehr zusätzliche Einkünfte, etwa aus Betriebsrenten, Mieten oder Geldanlagen.