Die Beiträge zur Rentenversicherung sollen nach einem Kompromiss von den Bundesministern Scholz (Arbeit) und Glos (Wirtschaft) sowie Kanzlerin Merkel doch schon früher sinken als geplant. Wie SPIEGEL ONLINE berichtet, werde der Rentenbeitrag 2011 von derzeit 19,9 Prozent des Bruttoeinkommens auf 19,5 Prozent sinken. Ein Jahr später soll er dann bei 19,3 Prozent liegen, 2013 schließlich bei 19,1 Prozent.
Das Arbeitsministerium hatte eine Absenkung ursprünglich erst für 2014 vorgesehen. Bis dahin sollte die Schwankungsreserve der Rentenversicherung mit stabilen Beiträgen auf 2,5 Monatsausgaben aufgestockt werden. Finanz- und Wirtschaftsministerium intervenierten gegen eine so hohe Rücklage, diese soll nun maximal bei 1,5 Monatsausgaben liegen.
Die Anpassung der Rentenbeiträge ist nötig, weil die Bundesregierung den Rentnern in diesem Jahr einen höheren Zuschlag gewährt als die Rentenformel vorsieht. Nach dieser ist eine Rentenerhöhung von 0,5 Prozent vorgesehen, die Rentner können sich jedoch auf 1,1 Prozent mehr Rente freuen. Ohne die zusätzliche Erhöhung hätte der Beitrag zur Rentenversicherung bereits 2012 auf 19,1 Prozent sinken können.
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