Eine böse Überraschung erlebten einige Nutzer des Kfz-Tarifrechners des Versicherers Direct Line, als ihnen die Police zugesandt wurde. Sie sollten minunter über 20 Prozent mehr für die Kfz-Versicherung bezahlen, als der versicherungseigene Vergleichsrechner im Internet zuvor errechnet hatte. Ursache für die Falschberrechnung war ein Softwareproblem. Das berichtet der Nachrichtensender "n-tv".
Regionalklasse falsch berechnet
Die Rechenpanne trat immer auf, wenn der Versicherungsnehmer und der Halter des Fahrzeugs nicht übereinstimmten und wenn der Versicherungsnehmer im ländlichen und der Halter im städtischen Raum wohnt. Irrtümlicherweise wurde der Tarif bei Direct Line mit der günstigeren Regionalklasse des Versicherungsnehmers berechnet. Die Regionalklasse wird jedes Jahr für jedes Fahrzeug mithilfe von Unfallstatistiken ermittelt. Im ländlichen Raum sind Kfz-Versicherung aufgrund der Regionalklassen oft günstiger.
Telefonische Nachfragen seitens der Betroffenen erzielten keine Einigung. Direct Line beharrte zunächst darauf, dass der höhere Versicherungsbeitrag zu zahlen sei. Mittlerweile hat der Direktversicherer anerkannt, dass es sich um ein technisches Problem handle, dass dem Anwender nicht zur Last gelegt werden kann, schreibt "n-tv" weiter.
Unabhängige Vergleichsrechner nutzen
Der 30. November gilt als Stichtag, um die Kfz-Versicherung zu wechseln. Im Vorfeld vergleichen viele Versicherungsnehmer online die Tarife. Dabei sollte man sich für unanhängige Vergleichsrechner entscheiden. Diese enthalten die verschiedenen Tarife von mehreren Versicherern.
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