Die Finanzlage vieler Krankenkassen ist nur zwei Jahre nach der letzten Reform wieder eng. Steigende Ausgaben zwingen jetzt die ersten Krankenkassen zur Erhöhung ihrer Beitragssätze. Nach Informationen der Financial Times Deutschland plant die Techniker Krankenkasse bereits zum 1. Juli eine Beitragssatzerhöhung. Über die genaue Höhe wird nach Angaben des Vorstandes derzeit noch beraten.
Auch die Gmünder Ersatzkasse wird wahrscheinlich ihren Beitragssatz um 0,4 Prozentpunkte anheben. Eine endgültige Entscheidung werden die Verwaltungsräte beider Krankenkassen Ende Juli treffen.
Seit letztem Jahr steigen die Ausgaben der Kassen wieder schneller als die Einnahmen. Hohe Ausgabenzuwächse verbuchen vor allen Arzneimittel und Kliniken. Fast alle Krankenkassen schrieben im ersten Quartal 2006 rote Zahlen. So verwandelte sich bei den AOKs ein Überschuss im Vorjahresquartal von 172 Millionen Euro in ein Defizit von 444 Millionen Euro. Marktführer Barmer musste ein Minus von 190 Millionen Euro verbuchen, die TK folgte mit 180 Millionen Euro. Der Branchenzweite DAK kam auf 177 Millionen Euro Defizit.
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