Die Anbieter von Rechtsschutzversicherungen rechnen für 2009 mit bis zu 680.000 Arbeitsrechtsschutzfällen. Das entspricht einem Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Kosten für die Prozessflut werden in den Bilanzen der Rechtsschutzversicherer sogar um 30 Prozent höher ausfallen als 2008.
Die Versicherer erwarten Aufwendungen in Höhe einer halben Milliarde Euro. Das teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf seiner Jahrespressekonferenz in Berlin mit. "Diese Zahlen zeigen, welche enorme Bedeutung die Rechtsschutzversicherung für viele Menschen hat", sagte GDV-Präsident Rolf-Peter Hoenen.
Insgesamt rechnen die deutschen Schaden- und Unfallversicherer 2009 trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise mit leicht steigenden Beitragseinnahmen. Nach Berechnungen des GDV steigert die Sparte ihre Prämieneinnahmen in diesem Jahr um 0,2 Prozent auf 54,7 Milliarden Euro.