Das Internet-Angebot deutscher Versicherer geht häufig am Kundenbedarf vorbei, so das Fazit einer aktuellen Studie der PASS Consulting Group. Auf vielen Web-Portalen wird beispielsweise mit den Eigenschaften der Produkte geworben, während der Nutzen für den Kunden unklar bleibt. Speziell auf den Interessenten ausgerichtete Elemente, beispielsweise eine Online-Bedarfsanalyse, bietet erst ein Drittel der Versicherer an. Eine themen- oder zielgruppenbezogene Ansprache findet sich auf knapp der Hälfte der Portale. Auch bei der Servicequalität besteht Verbesserungspotenzial: Die E-Mail-Anfragen der PASS-Tester wurden durchschnittlich erst nach rund 37 Stunden beantwortet. Ein Drittel der Anfragen blieb sogar ohne jede Reaktion.
Gut gelöst sind dagegen laut der Online-Insurance-Studie bei den meisten Internet-Portalen die grafische oder interaktive Unterstützung von Produktinformationen sowie der Einsatz von Tools für Preisvergleiche oder für die Tarifberechnung.
Die PASS Consulting Group hat für "Online-Insurance 2007" die Internet-Portale von 25 Versicherern anhand eines detaillierten Katalogs mit mehr als 120 Kriterien bewertet. Diese Vorgaben erfüllen die Online-Portale zu 65 Prozent. Die Direktversicherer schneiden gegenüber ihrem klassischen Pendant etwas besser ab, weil sie häufiger den kompletten Vertragsabschluss im Internet ermöglichen.