Mundpropaganda spielt eine maßgebliche Rolle bei der Entscheidung für einen Versicherungsvertrag. Jedoch unterschätzen Versicherungsunternehmen bislang das Potential von Empfehlungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Brand Science Institute (BSI), in der 1100 Teilnehmer zu ihrem Verhalten vor dem Abschluss einer Versicherung befragt wurden.
Mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent) gaben an, ihre Wahl für ein Versicherungsprodukt aufgrund von Empfehlungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis oder dem weiteren sozialen Umfeld zu treffen.
Jüngere folgen Empfehlungen aus Online-Portalen
Ausschlaggebend hierfür ist, dass Freunde und Bekannte ein weit höheres Vertrauen genießen und nicht verkaufsgesteuert argumentieren. Vor allem bei jüngeren Konsumenten bis 35 Jahren sind zudem Bewertungen von Versicherungsprodukten und -marken in Meinungsportalen entscheidend für die Wahl einer Versicherung.
Nur 7 Prozent der Befragten entschieden sich aufgrund von TV-Werbung für eine Versicherung. Und mehr als zwei Drittel (64 Prozent) bezeichneten E-Mails, Telefonanrufe, oder postalische Angebote fremder Versicherungsunternehmen sogar als "störend".
Versicherungsmakler genießt Vertrauen
Der Versicherungsmakler genießt hingegen hohes Vertrauen. Mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) entscheiden sich aufgrund der individuellen Beratung ihres Ansprechpartners für eine bestimmte Versicherung.
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