Die Deutschen haben vergangenes Jahr sehr viel weniger private Altersvorsorge ist nach Ansicht von Experten unumgänglich. Für die Riester-Rente sprechen die staatlichen Zulagen. Die Kunden können bei der Riester Rente zwischen einem Fonds-, einem Banksparplan und einer Versicherung sowie Wohn-Riester wählen.
"Ich rate zu Banksparplänen", sagt Merten Larisch, Altersvorsorge-Experte bei der Verbraucherzentrale Bayern. Bei diesem Produkt fallen Gebühren nicht so stark ins Gewicht wie bei vielen Versicherungen oder Fondssparplänen. Während Riester-Sparer, die ihren Vertrag kündigen, Zulagen oder Steuerersparnisse zurückzahlen müssen, sind die Vorgaben bei der ebenfalls steuerlich geförderten Rürup-Rente restriktiver. Wer einen Rürup-Vertrag abschließt und Geld einzahlt, erhält ab dem 60. Lebensjahr eine monatliche Rente.
Berufsunfähigkeitsversicherung schützt vor Armut
Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigen Versicherungen: Jeder nach dem 1. Januar 1961 geborene Arbeitnehmer sollte sie abschließen. Denn der Staat zahlt nur eine geringe Erwerbsunfähigkeitsrente, die zudem gekürzt werden kann, wenn der Betroffene für ein paar Stunden pro Tag beispielsweise als Pförtner arbeiten kann. Seine Qualifikation wird dabei nicht berücksichtigt.
Im finanziellem Engpass Vertrag aussetzen
In finanziell schwierigen Zeiten gewähren Versicherer nach Angaben der Zeitung in der Regel eine Beitragsstundung oder ein Aussetzen des Vertrags von bis zu einem Jahr. Mitunter können Lebensversicherungskunden ihre Police auch beleihen. "Das Policendarlehen ist oft deutlich günstiger als ein Konsumentenkredit bei der Bank", sagt Udo Rössler von Allianz Leben.