Die Versicherungsunternehmen haben scharfe Kritik an der von der Bundesregierung geplanten Erhöhung der Versicherungssteuer in der Schadenversicherung geäußert. Die große Koalition will neben der Mehrwertsteuer auch die Versicherungssteuer im nächsten Jahr um drei Prozent anheben. "Die unmittelbare Folge ist natürlich eine weitere Verteuerung des Versicherungsschutzes", sagte Günter Schlicht, Geschäftsführer des Deutschen Versicherungs-Schutzverbandes (DVS) in der Financial Times Deutschland. Bereits jetzt sei die Versicherungssteuer in Deutschland deutlich teuerer als in anderen europäischen Ländern.
Auch die vom Bundesrat vorgeschlagene Erhöhung der Feuerschutzsteuer von acht auf zehn Prozent stößt auf Widerstand. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) steigt bei Umsetzung der Pläne die Steuerbelastung von Feuerversicherungen und Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherungen von 20,7 Prozent auf 26,7 Prozent um fast ein Drittel.
"Eine derartige Steuererhöhung ist maßlos überzogen und beschädigt den Wirtschaftsstandort Deutschland", sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg von Fürstenwerth. Denn im Gegensatz zur Mehrwertsteuer sei die Versicherungs- und die Feuerschutzsteuer für Unternehmen nicht als Vorsteuer abzugsfähig. Die Kosten für Unternehmen würden dadurch steigen. Die Folge wäre, dass Unternehmen und Verbraucher abwandern und sich andere Formen der Risikoabdeckung suchen würden.
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