Im neuen Jahr wollen die Deutschen vor allem Stress vermeiden. Das ergab das Gesundheitsbarometer der Krankenkasse DAK. Titel: "Gute Vorsätze für 2011". Insgesamt wünschen sich 59 Prozent der Befragten für das kommende Jahr weniger Stress. Bei den Familien mit Kindern unter 18 Jahren sind es sogar 68 Prozent. Sie möchten auch ganz besonders mehr Zeit mit ihren Lieben verbringen (73 zu 56 Prozent).
Junge nehmen sich viel vor
Besonders viel nehmen sich jüngere Menschen zwischen 18- und 29-Jahren vor: Mehr Zeit für Familie und Freunde, Sport treiben, sich gesünder ernähren, weniger fernsehen und sparsamer sein. 53 Prozent von ihnen wollen 2011 weniger Geld ausgeben – im Vergleich zu "nur" 32 Prozent aller Befragten.
Ältere und Brandenburger halten am besten durch
Immerhin hält die Hälfte der Deutschen ihre guten Vorsätze länger als drei Monate durch. Besonders ältere Menschen ab 60 Jahren setzen sie langfristig um (56 Prozent). Auch Frauen scheinen etwas willensstärker zu sein als Männer (52 zu 47 Prozent). Bundesweit betrachtet, liegen hier die Brandenburger mit 60 Prozent vorn. Schlusslichter sind die Sachsen. Von ihnen halten sich nur 37 Prozent längere Zeit an die guten Vorsätze.
Ziele reralistisch setzen DAK-Psychologe Frank Meiners rät: „Setzen Sie sich wenige, aber realistische Ziele fürs neue Jahr. Auch 'Rückfälle' sollten Sie einkalkulieren und sportlich nehmen. Kleinere Etappenziele sind auch oft hilfreich. Denn ist das Ziel zu hoch gesteckt, ist der Frust meist groß, wenn es nicht erreicht wird."
Top-Ten der Guten Vorsätze für 2011:
- Stress vermeiden oder abbauen (59%)
- Mehr Zeit für Familie / Freunde (56%)
- Mehr bewegen/Sport (52%)
- Mehr Zeit für mich selbst (49%)
- Gesünder ernähren (44%)
- Abnehmen (34%)
- Sparsamer sein (32%)
- Weniger fernsehen (18%)
- Weniger Alkohol trinken (14%)
- Rauchen aufgeben (12%)
Wer hält gute Vorsätze am längsten durch?
- Brandenburger (60%)
- Schleswig-Holsteiner (59%)
- Rheinland-Pfälzer, Thüringer, Mecklenburg-Vorpommerner (57%)
Wer hält gute Vorsätze am wenigsten durch?
- Sachsen (37%)
- Sachsen-Anhalter (42%)
- Bayern (45%)
Zur Umfrage
Repräsentative Bevölkerungsumfrage durch Forsa, 3.008 Befragte, davon jeweils 100 in Bremen und im Saarland und jeweils 200 in den übrigen Bundesländern. Erhebungszeitraum: 15. November bis 3. Dezember 2010. Das Forsa-Institut führte für die DAK vom 16. bis 28. September 2010 eine bundesweite und repräsentative Befragung von 1.000 Eltern von Kindern unter 18 Jahren durch.
Foto: Gerd Altmann/Carlsberg1988/PIXELIO