Die Verschlankung der deutschen Krankenkassenlandschaft geht weiter. Wie die "Rheinische Post" berichtet, stehen nun die AOK Rheinland-Hamburg und die AOK Westfalen-Lippe in Fusionsverhandlungen. "Wir führen Gespräche mit der AOK Westfalen-Lippe. Und ich bin zuversichtlich, dass wir im Laufe des kommenden Jahres zu einem Zusammenschluss kommen", sagte Wilfried Jacobs, Chef der AOK Rheinland-Hamburg, in einem Interview mit der Zeitung.
Kassen fusionieren freiwillig
Beide Krankenversicherungen weisen Spekulationen zurück, nach denen eine Fusion wirtschaftlich notwendig sei. Beide Kassen seien in guter finanzieller Verfassung, so Jacobs weiter. Gleichwohl ließen sich durch eine Fusion Kosten sparen. "Mit fast fünf Millionen Versicherten hätten wir eine ganz andere Verhandlungsmacht und könnten Leistungen bei Ärzten und Krankenhäusern besser einkaufen", sagte der AOK-Chef. Die AOK Rheinland-Hamburg hat 2,83 Millionen Versicherte, die AOK Westfalen-Lippe 2,07 Millionen.
Bald nur noch 100 Krankenkassen
Jacobs geht davon aus, dass es in wenigen Jahren bundesweit nur noch 100 statt der derzeitigen 192 Kassen geben wird. Noch vor zehn Jahren lag die Zahl der Krankenkassen bei über 400.
Erst kürzlich hatten die AOK von Berlin und Brandenburg eine Fusion angekündigt. In Sachsen-Anhalt schlossen sich die AOK und die BKK des Landes zusammen.
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