Der Borreliose-und-FSME-Bund Deutschland (BFBD) gibt weihnachtliche Zeckenwarnung: Die Insekten sind auch im Winter aktiv und können mit dem Weihnachtsbaum oder dem Kaminholz in die Wohnung gelangen. Zwar seien die Tiere nicht auf Nadelbäume aus, könnten aber über bodennahes Buschwerk in die unteren Zweige des späteren Christbaums gelangen. Besonders gefährlich könne das für auf dem Boden spielende Kinder sein.
Nicht selten würden auch Menschen, die den Baum schlagen, Brennholz aus dem Wald holen oder dort spazieren gehen, die Zecken an der Kleidung in die Wohnung tragen.
Oft bemerkten die Betroffenen den Zeckenstich gar nicht. Denn die Insekten wanderten mitunter stundenlang über den Körper, um eine feuchte, gut durchblutete Hautfalte zu finden.
Zeckenbisse sind so gefährlich, weil dabei eine Reihe von Infektionskrankheiten übertragen werden können - am häufigsten die Borreliose. Wenn man den Biss nicht bemerkt oder wieder vergessen hat, ist es nicht einfach, die Diagnose zu stellen. Denn die Symptome einer Borreliose ähneln denen von Grippe, Rheuma oder Muskelkater. Im Winter komme erschwerend hinzu, dass sowohl Patienten als auch Ärzte nicht mit einem Zeckenbiss rechnen, so der BFBD.