Um ihre Mitglieder zum Wechseln der Kasse zu bringen, müssten Krankenkassen bei den Zusatzbeiträgen heftig zulangen. Die meisten Versicherten würden erst ab einem Zusatzbeitrag von durchschnittlich 19 Euro die Kasse wechseln. Das ergab eine repräsentative Arbeitnehmerbefragung im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der "WirtschaftsWoche".
Nur rund jeder siebte gesetzlich versicherte Arbeitnehmer gab in der Umfrage an, bereits einmal die Krankenkasse gewechselt zu haben, um Zusatzbeiträge zu sparen. Seit Einführung des Gesundheitsfonds 2009 dürfen die gesetzlichen Krankenkassen zusätzlich zu den regulären lohnabhängigen Beitragszahlungen auch lohnunabhängige Beiträge erheben, um ihre Ausgaben zu decken, die sogenannten Zusatzbeiträge.
Hoffnung auf Wettbewerb durch Zusatzbeiträge
Mit den Zusatzbeiträgen war auch die Erwartung verbunden, dass die Versicherten zum jeweils günstigsten Anbieter wechseln und damit der Preis-Leistungs-Wettbewerb zwischen den Kassen steigt. Dcoh dafür sind die Zusatzbeiträge derzeit zu gering.
Zur Studie
Im Rahmen des IW-Arbeitnehmervotums wurden 1.000 repräsentativ ausgewählte Arbeitnehmer online befragt. Die Umfrage ist Teil des Deutschland-Checks, einer Dauerstudie im Auftrag der INSM und der WirtschaftsWoche.
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