Die Aufgaben der Deutsche Bundesbank 

Deutsche Bundesbank

Die Deutsche Bundesbank ist die Zentralbank von Deutschland. Das Kreditinstitut hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Doch was macht die Deutsche Bundesbank eigentlich? Banktip erklärt die Aufgaben der Zentralbank.

Die Deutsche Bundesbank gehört zu dem Europäischen System der Zentralbanken. Das vorrangigste Ziel des Kreditinstitutes ist es die Stabilität des Preisniveaus sicherzustellen und die Währungsreserven der Bundesrepublik Deutschland zu verwalten. Zudem sorgt sie für die Abwicklung des in- und ausländischen Zahlungsverkehrs. Als eine weitere Aufgabe trägt die Deutsche Bundesbank zur Stabilität der Zahlungs- und Verrechnungssysteme bei.

Die Deutsche Bundesbank hat fünf Hauptgeschäftsfelder.

1. Bankenaufsicht

Die Deutsche Bundesbank übernimmt im Rahmen ihre Tätigkeiten die Rolle der Bankenaufsicht. Sie überprüft dabei laufend die etwa 2.300 Kredit­institute in ganz Deutschland. Durch diese Prüfungen soll die Funktions­fähigkeit der deutschen Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute sichergestellt werden.

International und national ermittelt die Bundesbank statistische Daten auf dem Gebiet des Banken- und Geldwesens. Diese Statistiken dienen als Entscheidungsgrundlage für wirtschaftspolitische Fragen. Auch befasst sich die Bank mit internationalen Fragen zur Wirtschafts- und Währungspolitik, die in internationalen Gremien gelöst werden sollen.

2. Geldpolitik

Der Präsident der Deutschen Bank hat einen Sitz und eine Stimme im Rat der Europäischen Zentralbank. Dadurch wirkt die Deutsche Bundesbank direkt an den geldpolitischen Entscheidungen für den Euroraum mit. Zudem setzt sie die geldpolitischen Beschlüsse in Deutschland um.

Zu diesen Entscheidungen gehört zum Beispiel die Bestimmung des Leitzinses. Das hat direkte Folgen für die Verbraucher. Denn der Leitzins bestimmt die Zinspolitik der Banken bei Geldanlagen und Krediten.

3. Notenbank


Die Deutsche Bundesbank versorgt die Wirtschaft in Deutschland mit Bargeld. Zudem sichert sie den Umlauf des Bargeldes, indem sie das Geld plant, druckt, verteilt und in bestimmten Fällen vernichtet. Auch stellt sie Falschgeld sicher und leitet dies an die Polizei weiter. Die Bundesbank tauscht außerdem Deutsche-Mark-Bestände und beschädigte Euro-Bank­noten um. Zudem informiert sie einmal wöchentlich über die umlaufende Bargeldmenge.

Weiterhin ist die Bank zuständig für die Währrungsreserven. Dabei handelt es sich um das komplette Vermögen der Bundesregierung, das nicht auf Euro lautet, wie etwa Gold, Sorten, Wertpapiere in ausländischer Währung als auch Guthaben in anderer Währung bei Banken im Ausland. Die Wäh­rungsreserven bilden den Gegenwert zur eigenen Währung und werden möglichst rentabel angelegt. Die Reserven können bei starken Schwan­kungen des Wechselkurses eingesetzt werden.

4. Zentralbank

Die Deutsche Bundesbank ist in ihrer Funktion als Bundesbank Re­finanzierungs- und Clearingstelle für Kreditinstitute. Clearing meint das Feststellen gegenseitiger Forderungen, Verbindlichkeiten und Liefer­verpflichtungen. Kreditinstitute können bei der Bundesbank ihren Bedarf an Zentralbankgeld durch diverse Refinan­zierungsinstrumente decken. Auch können die Kreditinstitute nicht benötigte Gelder bei der Bundesbank anlegen.

Durch die Funktion als Zentralbank unterstützt die Deutsche Bundesbank den Zahlungsverkehr durch inländische und ausländische Banken. So können Beträge in Milliardenhöhe zwischen Kreditinstituten in dem ge­samten EU-Raum binnen von Sekunden übertragen werden.

Jedes Kreditinstitut hat eine Kontonummer bei der Deutschen Bundesbank. Als Kontonummer dient die Bankleitzahl der einzelnen Unternehmen.

5. Bankgeschäft

Die Deutsche Bundesbank ist die Bank des Staates und führt kostenlose Konten für alle Behörden und Universitäten als auch für die Sozialver­sicherungsträger. Sie wickelt für all diese Bankdienstleistungen ab. Alle Konten werden bei der Bundesbank auf Guthabenbasis geführt. Weiterhin führt die Bundesbank Konten für die eigenen Mitarbeiter und für karitative Einrichtungen. Die Bundesbank besteht aus neun Hauptver­waltungen und 42 Filialen bundesweit.

Weiterhin betreut die Bank die Wertpapieremissionen des Bundes und die Kurspflege dieser Papiere. Auch stellt sie ein wettbewerbsneutrales Girokontonetz für Kreditinstitute zur Verfügung und vergibt Bankleitzahlen. Die Bundesbank arbeitet mit dem Bundesaufsichtamt für das Kreditwesen zusammen.

Bild Quelle: Deutsche Bundesbank

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