Bezahlen im Ausland 

Die Sommerferien stehen vor der Tür und mit ihnen starten viele Familien in den Urlaub. Zur Vorbereitung auf den Urlaub zählt neben dem Kofferpacken auch die Planung der Finanzen. Sowohl die Urlaubskasse als auch das heimische Portfolio sollten auf die schönsten Wochen des Jahres optimal vorbereitet werden. Die banktip-Redaktion hat die wichtigsten Tipps im Hinblick auf Zahlungsmittel im Urlaub für Sie zusammengestellt. Darüber hinaus erfahren Sie, wie auch der "Otto-Normal-Börsianer" sein Depot urlaubsfest machen kann.


Euro weit verbreitet

Seit der Einführung des Euro in den meisten EU-Ländern ist es für Reisende leichter geworden, dort zu bezahlen. In den Ländern, die der Währungsunion angehören, brauchen Sie kein Geld zu tauschen. Man bezahlt einfach wie gewohnt mit dem Euro.

Auch die Bezahlung mit EC- bzw. Kreditkarte ist in den EU-Ländern unproblematisch und kostet nichts extra. Innerhalb der Europäischen Union dürfen seit 2002 keine Gebühren mehr beim Bezahlen mit EC- oder Kreditkarten erhoben werden.

Geld abheben mit und ohne Gebühren

Vorsicht ist allerdings geboten, wenn man mit der EC- oder Kreditkarte im Ausland Geld abheben möchte. Hierfür fallen unter Umständen Gebühren an. Bei Abhebungen mit EC-Karten sind dies in der Regel 2,50 Euro bis 5 Euro. Da es sich meist um einen fixen Gebührensatz handelt, lohnt es sich, größere Beträge abzuheben. Fährt man mit mehreren Personen in den Urlaub, sollte nach Möglichkeit nur eine Geld abheben. Die Gebühren können dann durch alle Personen geteilt und so minimiert werden. Auf das Konto, von dem das Geld abgehoben wird, können alle Urlauber schon vorher Geld einzahlen, so dass der Kontoinhaber nicht Gefahr läuft, in den Dispo zu rutschen.

Es gibt aber auch einige Banken, bei denen mit der EC-Karte kostenlos Geld im Ausland abgehoben werden kann. Kunden der Hypovereinsbank (HVB) haben die Möglichkeit, an allen 3.300 Geldautomaten der UniCredit Banca in Italien und an allen 700 Geldautomaten der Bank Austria Creditanstalt in Österreich kostenfrei Geld abzuheben. Hierfür benötigt man lediglich ein Konto bei der Hypovereinsbank und die dazugehörige EC-Karte.

Wer sein Konto bei der Deutschen Bank hat, kann auf das umfangreiche Partnernetzwerk der Deutschen Bank Gruppe zurückgreifen. In Italien, Belgien und Spanien verfügt der Branchenprimus über eigene Filialen. In Frankreich können zusätzlich die Automaten der Partnerbank BNP Paribas kostenfrei genutzt werden. Weitere Kooperationen bestehen mit der Bank of America (USA), der Barclays Bank (Großbritannien), der Scotia Bank (Kanada) und Westpac (Australien).

Kostenlos mit Kreditkarte?

Viele Banken werben mit einem kostenlosen Bargeldservice per Kreditkarte. Damit ist "Gebührenfreiheit" gemeint. Geht der Kunde im Ausland an den Geldautomaten, dann zahlt er keine Gebühr für die Abhebung, wenn er ein entsprechendes Konto besitzt. Die Deutsche Kreditbank (DKB) verspricht Kunden mit dem DKB-Cash-Konto, dass sie weltweit an jedem Geldautomaten ihrer Wahl kostenfrei Geld abheben können. Das ist allerdings nur mit der zum Konto gehörenden Visa-Karte möglich. Wer mit der EC-Karte Geld holt, muss Gebühren zahlen.

Die Targobank ist auch zu den Instituten vorgestoßen, die ihren Kunden das länderübergreifende, kostenlose Geldabheben anbieten. Wie auch bei der DKB funktioniert das allerdings nur mit der Kreditkarte. Im Unterschied zur DKB bietet die Targobank gebührenfreies Bargeld nur in Euro-Ländern. Außerhalb des Euro-Zahlungsraumes fallen Gebühren für den Auslandseinsatz an. Ähnlich funktionieren auch die  ostenlosen Bargeldservices der ING-DiBa, der Volkswagenbank, der SEB Bank und der 1822direkt.

Achtung: Wenn Sie Ihr Geld in einer fremden Währung ziehen müssen, dann kann es passieren, dass auch bei der DKB Gebühren für die Automatennutzung auf der Abrechnung erscheinen. Diesen Betrag bezeichnet die DKB in ihren AGBs als notwendig "zur Beschaffung der Fremdwährung". DKB  hat angekündigt ab dem 01.06.2016 die Fremdgebühren bei Bargeldabhebungen an Geldautomaten im Ausland nicht mehr zu erstatten.

Geldwechsel

Grundsätzlich sollte man im Urlaub nur eine überschaubare Menge an Bargeld bei sich führen. Fast überall ist es inzwischen möglich, mit Kreditkarte oder EC-Karten Geld aus Bankautomaten zu ziehen. Geht Ihnen das Bargeld verloren oder sind Sie bestohlen worden, gibt es keine Möglichkeit, es zu ersetzen.

Fahren Sie in ein Land, in dem der Euro noch nicht offizielles Zahlungsmittel ist, müssen Sie Ihren Bargeldbestand auf die jeweilige Landeswährung einstellen. Wenn Sie Geld wechseln, ist es immer ratsam, bereits vorab einen kleineren Betrag in Deutschland umzutauschen. Denn nicht immer haben die Wechselstuben am des Urlaubsort rund um die Uhr geöffnet.

Wenn Sie mehr Euro-Bargeld dabei haben, um es zu tauschen, ist es am Besten, eine Bank oder Wechselstube vor Ort aufzusuchen. Achten Sie dabei auf unseriöse Anbieter an Ihrem Urlaubsort, die überhöhte Gebühren verlangen. In jedem Fall sollten Sie die Gebühren der unterschiedlichen Anbieter vergleichen. Im Allgemeinen werden Gebühren von zwei bis vier Prozent erhoben.

In Ländern, deren Kaufkraft nicht so stark ist, bietet es sich an, direkt im Urlaubsland das Geld zu tauschen, da dies oft günstiger ist. Informieren Sie sich rechtzeitig über die aktuellen Wechselkurse. Der Währungsrechner auf banktip.de liefert Ihnen aktuelle Informationen. In einigen EU-Ländern, die noch nicht zum Euro-Raum gehören, akzeptieren viele Geschäfte trotzdem Zahlungen in Euro.



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