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Mögliche Reformgewinner 

Mögliche Reformgewinner

Da die Menschen in Zukunft vorwiegend selbst für die eigene Rente Kapital ansparen müssen, werden Unternehmen aus der Banken- und Finanzbranche als mögliche Reformgewinner gehandelt. In der Gesundheitsbranche haben die Praxisgebühr und die Arzneimittelzuzahlung zwar zu Millionengewinnen bei den Krankenkassen geführt. Die Kassen melden aber bereits Zweifel an, ob das auf Dauer reichen wird. Die Papiere von Firmen, die ein Einsparungspotenzial im Gesundheitsbereich erschließen könnten (Pharmafirmen, private Klinikbetreiber), werden daher ebenfalls zu den möglichen Gewinnern eines Regierungswechsels gezählt.

Die Investmentbanker von Dresdner Kleinwort Wasserstein sehen bei einem Regierungswechsel vor allem Industriewerte und Versorger im Aufwind. Auch die Deutsche Bank sieht in der von der CDU/CSU angekündigten Revision des sofortigen Atomausstiegs ein Gewinnpotenzial für Aktien von Energieversorgern.


Konsumwerte contra Mehrwertsteuererhöhung?

Die Entwicklung von Konsumwerten wird allerdings branchenweit skeptisch betrachtet. Die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer könnte auf den Umsatz und damit auch auf den Aktienkurs von Unternehmen, die auf Konsum angewiesen sind, negative Auswirkungen haben. Festlegen will sich hier aber noch niemand, da es noch als ungewiss gilt, wie die Verbraucher mit einer etwaigen Mehrwertsteuererhöhung umgehen.

Bei einigen Titeln hat bereits die Neuwahlankündigung für steigende Kurse gesorgt. Dr. Franz-Josef Leven vom Deutsche Aktieninstitut (DAI) mutmaßt denn auch, dass die Kursentwicklung der vergangenen Monate ein erwartetes Wahlergebnis bereits vorweggenommen hat.


Für langfristige Anlage ist jeder Zeitpunkt richtig

Wer jedoch durch eine regelmäßige Anlage in Wertpapiere langfristig Vermögen aufbauen will, für den ist laut Dr. Leven jeder Zeitpunkt richtig, um mit der Investition in Aktien zu beginnen. Wer regelmäßig kleinere Beträge investiert, minimiert so das Risiko von Kursschwankungen, da immer zum tagesaktuellen Kurs gekauft wird. Neben "regelmäßig" ist "langfristig" das Wort, dem Aktieninteressierte Beachtung schenken sollten. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es im Hinblick auf einen effektiven Vermögensaufbau trotz Börsenkrisen zu langfristigen Wertpapierinvestitionen (min. 10 Jahre) wenig Alternativen gibt.

Wichtiger als der Einstiegstermin sind der richtige Aktienmix und ein vernünftiges Depotmanagement. Wer sich das nicht selbst zutraut, der sollte sich ein gemanagtes Wertpapierdepot bei einer Filialbank zulegen. Wer sich in Börsenfragen fit fühlt und auf eine Beratung nicht angewiesen ist, der kann sich auch bei einem Onlinebroker anmelden. Hier muss man sich zwar selbst um seine Aktien kümmern, kann aber dadurch auch Kosten sparen. In jedem Fall sollte man nie den Großteil oder gar sein ganzes Vermögen in Aktien investieren. Ein Drittel des Sparvermögens sollte für sicherheitsorientierte Anleger die Grenze sein.

Egal ob man seine Wertpapiere nun managen lassen oder sich selbst darum kümmern will, mit einem Teil ihres Vermögens sollten renditeorientierte Anleger am Aktienmarkt dabei sein. Und auch wenn die bevorstehende Neuwahl keinen Grund zur überschwänglichen Euphorie bietet, so verspricht sie doch mit dem "richtigen" Wahlausgang, einen kleinen Bonus bei Anlegern zu hinterlassen.


(Stand: September 2005)

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