Die Anglikanische Kirche in Großbritannien hat sich überraschend gegen eine Regulierung von Hedge-Fonds ausgesprochen. In einem Brief an das britische Oberhaus äußerten die Kirche und einige Wohlfahrtsinstitutionen Bedenken gegen eine Richtlinie zur strengeren Aufsicht für Hedge-Fonds. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD).
Die kirchliche Investmentgesellschaft warnt nun, dass Hedge-Fonds ihren Sitz oft außerhalb der EU haben. Sie könnten in Zukunft einfach darauf verzichten, Geld bei europäischen Kunden einzusammeln. Das würde die Renditen der kirchlichen Investments schmälern, die in großem Umfang in Hedge-Fonds angelegt sind.
Hedge-Fonds gelten unter Kritikern als Mitverursacher der Finanz- und Wirtschaftskrise. Zu diesen Kritikern zählte bisher auch die Anglikanische Kirche. Sie hatte besonders so genannte Leerverkäufe gegeißelt. Dabei wetten Börsianer auf sinkende Aktienkurse, was deren Absturz meist beschleunigt. Hedge-Fonds greifen häufig zu Leerverkäufen.
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