Der Arbeitgeberverband Nordmetall und dessen Stiftung haben mit Investitionen in Lehman-Zertifikaten mehr als 40 Millionen Dollar (rund 26,7 Millionen Euro) verloren. Das berichtet der Radiosender "NDR Info", dem Unterlagen aus dem Insolvenzverfahren von Lehman vorliegen.
Mitgliedsunternehmen angeblich nicht über Verluste informiert
Vom dem Verlust hätten große Mitgliedsunternehmen erst auf Anfrage erfahren, berichtet "NDR Info". Auch im Stiftungsvorstand sei nichts über die riskante Geldanlage bekannt gewesen.
Nordmetall-Präsident Ingo Krämer sagte jedoch, dass den Gremien der Stiftung wie auch den Vertretern der Mitgliedsunternehmen im Rahmen einer Mitgliederversammlung am 9. Juli 2009 die Verluste mitgeteilt wurden.
Verluste im Wert von rund 27,8 Millionen Euro
Nach Angaben des Hauptgeschäftsführers Thomas Klischan hatten Nordmetall und die Nordmetall-Stiftung in den Jahren 2007 und 2008 Lehman-Zertifikate im Wert von 41,7 Millionen Dollar (rund 27,8 Millionen Euro) erworben. Im September 2008 meldete Lehman Brothers Insolvenz an und sämtliche Zertifikate waren praktisch wertlos.
Klischan relativierte gegenüber "NDR Info" die Höhe des Verlustes. In den Jahren 2003 bis 2008 habe der Verband mit anderen Geldanlagen mehr Gewinn gemacht, als nun durch die Lehman-Pleite verloren gegangen sei. Nordmetall vertritt rund 260 Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.
Auch viele Kleinanleger verloren durch die Lehman-Pleite ihr Geld. Manche Banken verschwiegen ihren Kunden das Risiko dieser Geldanlage und wurden später zur Zahlung von Schadenersatz wegen Falschberatung verurteilt.
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