Beschränkung auf das Kerngeschäft, auf private Girokonten und mittelständische Unternehmen. Mit diesem Rezept will die Commerzbank in die Gewinnzone zurückkehren. Für das Jahr 2012 strebt die Commerzbank nach eigenen Angaben eine Rendite nach Steuern von 12 Prozent an.
Dafür will die Commerzbank ihre Marktstellung als Hausbank für Privatkunden und Mittelstand ausbauen und Portfolien abbauen, die nicht in diese Ausrichtung passen. Ein Abbau soll auch für die gesamte Bank beginnen. Betrug die Bilanzsumme zum Jahresende 2008 inklusive der Dresdner Bank noch 1100 Milliarden Euro, so soll sie bis Ende 2012 auf 900 Milliarden Euro schrumpfen. Der Verkauf der Immobilienbank Eurohypo werde die Bilanzsumme sogar auf 600 Milliarden zusammenschrumpfen lassen.
Der Verkauf der Eurohypo ist eine Gegenleistung für die von der Bundesregierung bewilligten Finanzspritzen an die Commerzbank. Die Europäische Kommission hatte die staatlichen Finanzspritzen nur unter der Voraussetzung genehmigt, dass sich die Commerzbank verkleinert. Die Commerzbank hatte als erste deutsche Geschäftsbank staatliche Unterstützung angenommen.
Für die 1200 Filialen und die 10.000 Mitarbeiter der Commerzbank sind keine Einsparungen geplant, wohl aber strikte Kostendisziplin. Hier will sich die Bank durch die Integration der Dresdner Bank weiter verstärken.