Nach dem Kontodatenskandal der Postbank gerät jetzt auch die Deutsche Bank in die Kritik. Das berichtet das ARD-Magazin MONITOR heute um 21.45 Uhr im Ersten. Nach Recherchen des Magazins haben selbständige Finanzberater, die für die Deutsche Bank tätig sind, weitreichenden Zugang zu Kontendaten von Kunden, darunter auch solche, mit denen sie geschäftlich nicht in Kontakt stehen.
Die entsprechenden "Einwilligungserklärungen für die Datenübermittlung" der Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG verstießen gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen, weil sie "viel zu unbestimmt" und der Kreis der Zugriffsberechtigten viel zu groß gehalten sei, erklärt der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert dem Magazin. Diejenigen, die das erklären, könnten sich nicht ansatzweise vorstellen, wo die Daten landeten, für welche Zwecke sie genutzt und in welchem Umfang sie ausgewertet wüden.
Erst kürzlich hatte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) darüber berichtet, dass die Postbank freien Finanzberatern Zugriff auf die Kontodaten ihrer Kunden ermögliche.