Die Deutsche Bank weist den Vorwurf des Missbrauchs von Kundendaten zurück. Das ARD-Magazin Monitor hatte am Donnerstag vorab berichtet, die Deutsche Bank gewähre freien Finanzberatern weitgehenden Einblick in die Kontodaten von Kunden, mit denen sie geschäftlich nicht in Kontakt stehen.
Gegenüber Medien wies die Deutsche Bank gestern abend alle Vorwürfe zurück. Selbstständige Finanzberater hätten ausschließlich Zugriff auf die Kontendaten derjenigen Kunden, von denen eine ausdrückliche schriftliche Einwilligungserklärung vorliege, teilte die Bank am Donnerstagabend mit. Selbstständige Finanzberater können demnach nur auf Kontendaten derjenigen Kunden zugreifen, die eine entsprechende Einwilligungserklärung vorliegt.
In der Sendung hatte der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert die Einwilligungserklärungen an sich kritisiert. Diese seien zu unbestimmt und verstießen deswegen gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen. Die Deutsche Bank wies auch diesen Vorwurf zurück. Sie habe die Einwilligungserklärung in Abstimmung mit der hessischen Datenschutzbehörde erarbeitet.