Die deutschen Kreditinstitute wollen sich nicht am Gebührenverzicht von Mastercard für grenzüberschreitende EC-Karten Zahlungen beteiligen. Sie verlangen vom Kreditkartenkonzern weiterhin eine Bezahlung ihrer Dienstleistungen. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD).
Mastercard will mit dem vorübergehenden Verzicht auf die multilateralen Interbankenentgelte (Interchange-Fees) für grenzüberschreitende Zahlungen Kartellstrafen der EU-Kommission entgehen (banktip.de berichtete).
Der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) hat Mastercard nun in einem Schreiben gedroht, dass die Banken ihre Dienste einstellen würden, sollte Mastercard am Gebührenverzicht festhalten, berichtet die "FTD" unter Berufung auf Bankenkreise.
Machen die Banken ihre Drohung wahr, würden sie weder die Kartenzahlungen autorisieren noch die Zahlungsgarantie für Transaktionen mit Karte und Pin übernehmen, heißt es in der "FTD" weiter. Leidtragende wären Verbraucher und Handel, wenn die Karte des Kreditkartenkonzerns nicht genutzt werden könnte.