98 Prozent der deutschen Topmanager erkennen in der aktuellen Finanzkrise auch Chancen. So identifizieren 64 Prozent in ihr einen sinnvollen Anlass zum Überdenken alter Geschäftsmodelle. Je 51 Prozent sehen Chancen in Effizienz- und Produktivitätssteigerungen sowie in der stärkeren Auslese von Wettbewerbern.
44 Prozent nennen die argumentative Unterstützung zur Umsetzung unpopulärer Maßnahmen als Vorteil. Ebenfalls 44 Prozent bezeichnen die Finanzkrise als Chance zum nachhaltigeren Wirtschaften. Das sind Ergebnisse einer Umfrage unter 803 deutschen Führungskräften, durchgeführt von der internationalen Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company.
"Im Unternehmensalltag scheint sich die Krise weniger negativ auszuwirken als die Berichterstattung vermuten lässt" sagt der Geschäftsführende Gesellschafter von LAB & Company, Klaus Aden. So bezeichnen 44 Prozent der Befragten die Situation in ihrem Unternehmen als undramatisch im Vergleich zur öffentlichen Krisendarstellung. Und: 43 Prozent halten die Berufung auf die Finanzkrise überwiegend als Alibi für ohnehin geplante Maßnahmen wie Restrukturierungen oder Kurzarbeit - und zum Verschleiern eigener Fehler.
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