Zwei Gewerkschaftsbosse fordern die Ausgabe von Barschecks an die Bundesbürger, um den privaten Konsum anzukurbeln. Der Chef der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG-BCE), Hubertus Schmoldt, fordert laut einem Bericht im Handelsblatt 250 Euro pro Person, Ver.di-Chef Frank Bsirske schlägt 500 Euro vor. Außerdem fordert der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft die Anhebung des Hartz-IV-Satzes.
Für eine maximale Wirkung auf die Kaufkraft müssten die Barschecks innerhalb von 90 Tagen verteilt sein. Die IG-BCE hofft auf einen Nachfrageimpuls in Höhe von 20 Milliarden Euro. Ein langer wirtschaftlicher Abschwung käme die Bundesrepublik teurer zu stehen, argumentiert Schmoldt. Der Bundesregierung werfen die Gewerkschafter Versagen vor. Auch das von der SPD vorgeschlagene Konzept der Steuerschecks gehe nicht weit genug, weil nur die Steuerzahler davon profitierten.