Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat den Umgang der Postbank mit Kundendaten scharf kritisiert. Der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) sagte die Ministerin gestern: "Es darf nicht sein, dass aus Umsatzgründen Kundeninteressen massiv verletzt werden." Die Zeitschrift "Finanztest" hatte der Postbank vorgeworfen, 4000 freien Handelsvertretern ungehinderten Einblick in die Daten ihrer Kunden zu gewähren.
Postbank: Nur für eine gute Kundenberatung
Die Postbank nahm gestern nachmittag in einer Pressemitteilung Stellung zu den Vorwürfen. Die Bank ist weiterhin davon überzeugt, dass es im Sinne der Zusammenarbeit mit unseren Kunden richtig sei, dass Finanzberater, die ausschließlich für die Postbank Gruppe tätig sind, Zugriff auf Kontodaten haben sollen. Die geschehe "anlassbezogen" und nur im Interesse einer "fundierten Kundenberatung".
Die Postbank kündigte an, den Zugriff der Kundenberater auf die Kundendaten vorläufig zu sperren. Parallel würden Regeln und Anweisungen geprüft und gegebenenfalls geändert.
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