Die Unternehmen müssen sich für 2009 auf höhere Beiträge zur Gesetzlichen Unfallversicherung einstellen. "Wenn die Wirtschaft tatsächlich so stark schrumpft wie angenommen, werden wir den Beitragssatz nicht halten können", sagte der Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbandes der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), Joachim Breuer der "Deutschen Handwerks-Zeitung" (DHZ).
Es sei jedoch damit zu rechnen, dass die Beiträge für Unfallkassen und Berufsgenossenschaften "nicht durch die Decke" gingen, sagte Breuer der Zeitung. Der durchschnittliche Beitragssatz wird laut Breuer 1,5 Prozent nicht überschreiten. Für 2008 hatten die Unternehmen durchschnittlich 1,26 Prozent für 100 Euro Lohnsumme gezahlt. Nach Breuers Angaben der niedrigste Satz seit Bestehen der Gesetzlichen Unfallversicherung.
Dabei handelt es sich um einen Durchschnittswert. Der Beitragssatz errechnet sich für jede Branche abhängig vom Unfallrisiko der Beschäftigten. Gegenwärtig reicht die Spanne von 0,5 Prozent für Verwaltungsberufe und 8 Prozent für Gerüstbauer.
Insgesamt steigt die Sicherheit am Arbeitsplatz. Die Zahl der Unfälle sank im vergangenen Jahr auf 26,6 meldepflichtige Unfälle je 1000 Vollbeschäftigte (2007: 26,8). Die absolute Zahl der Unfälle sei aber wegen der gestiegenen Beschäftigung ebenfalls gestiegen, sagte Breuer der DHZ.
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