Die letzten Unwetter haben vor allem dem Süden der Republik arg zugesetzt. Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf und der Vorstandsvorsitzende der Versicherungskammer Bayern, Friedrich Schubring-Giese, haben deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger appelliert, neben einer Sturmversicherung auch eine Elementarschadenversicherung für Gebäude und Hausrat abzuschließen. Minister Schnappauf: "Durch die rasante Aufheizung des Klimas nehmen Wetterextreme zu. Die Gefahr, durch Hochwasser oder Sturzfluten in Not zu geraten ist größer als durch Feuer. Deshalb ist der Abschluss einer Elementarschadenversicherung für Privathaushalte ebenso wie für Gewerbebetriebe dringlicher denn je."
Nach den Worten von Schubring-Giese sind 97 Prozent aller Anwesen in Bayern versicherbar. Derzeit haben von 3 Millionen bei der Versicherungskammer Bayern versicherten Gebäuden jedoch nur 100.000, also rund 3 Prozent, einen Versicherungsschutz gegen Elementarschäden.
Zu den künftig verstärkt auftretenden Risiken zählen Überschwemmungen (auch durch Starkregen), Hochwasser, Schneedruck, Lawinen, Erdbeben, Erdfall und Erdrutsch. Eine Elementarschadenversicherung leistet nach den Worten Schubring-Gieses Schutz vor den finanziellen Folgen solcher Naturereignisse: Für ein Einfamilienhaus im Wert von rund 250.000 Euro kostet sie durchschnittlich 80 Euro, für den Hausrat durchschnittlich 30 Euro - in beiden Fällen pro Jahr und abhängig von der Risikozone.
Im Falle eines Elementarschadens übernimmt die Versicherung Aufräumungs- und Schadenminimierungskosten sowie die Kosten für alle notwendigen Reparaturmaßnahmen. Für den schlimmsten Fall, dass das komplette Haus zerstört wurde, kommt die Versicherung sogar für den Wiederaufbau des Hauses auf, teilt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz mit.
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