Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden in den kommenden vier Jahren nicht steigen. Das sagte der Chef der deutschen Rentenversicherung Herbert Rische gegenüber der "Rheinischen Post". Wie banktip.de berichtete, zog die Bundesregierung noch im Herbst des vergangenen Jahres eine Senkung der Rentenbeiträge von derzeit 19,9 Prozent auf 19,2 Prozent in Betracht.
Arbeitslosen und Geringverdienern droht Altersarmut
Die Einnahmen der Rentenversicherung sind von der Entwicklung des Arbeitsmarktes abhängig. Der Rentenchef erläuterte, dass bei der Berechnung der Einnahmen eine durchschnittliche Arbeitslosenzahl von 4,6 Millionen Menschen für das nächste Jahr unterstellt worden sei. Diese Gruppe ist laut Rische besonders gefährdet im Alter zu verarmen. Aber auch um Geringverdiener, Erwerbsgeminderte und Selbstständige, die nicht anderweitig abgesichert seien, sollten man sich besonders kümmern.
Heute müsse ein Arbeitnehmer, um über dem Niveau der Grundsicherung zu liegen, rund 25 Jahre Beiträge von einem Durchschnittsverdienst von rund 31.000 Euro jährlich zählen, beklagte Rische. Wer aber im Niedriglohnsektor arbeite, könne nicht zusätzlich privat fürs Alters vorsorgen. Ebenso problematisch sei die Lage der Langzeitarbeitslosen. Sie würden pro Jahr einen monatlichen Rentenanspruch von 2,17 Euro erwerben. "Wenn für sie höhere Beiträge gezahlt würden, wäre die Gefahr, dass sie im Alter in die Grundsicherung fallen, geringer", sagte der Rentenchef dem Blatt.
Krise hat keinen Einfluss auf Einnahmen der Rentenversicherung
Die Wirtschaftskrise habe sich nicht auf die Einnahmen der Rentenversicherung ausgewirkt. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres habe es ein Einnahmeplus von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gegeben.
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