Geld & Versicherung im Winterurlaub


Start in den Winterurlaub
Skiurlaub Die Winterferien stehen vor der Tür und mit ihnen starten viele Familien in den Urlaub. Mittlerweile melden die Wintersportorte genug Schnee, um Ski und Rodel auszupacken. Die meisten Urlauber werden in die Skigebiete nach Deutschland, Österreich, in die Schweiz, nach Frankreich oder Italien aufbrechen. Aber auch in den neuen EU-Staaten Polen und Tschechien finden Skifahrer beste Wintersportbedingungen.

Neben den Skiern sollten aber auch die Reisekasse gut präpariert und an die notwendigen Versicherungen gedacht werden. Die banktip-Redaktion hat die wichtigsten Tipps im Hinblick auf Zahlungsmittel und Versicherungen im Winterurlaub für Sie zusammengestellt.


Fast überall zahlt man mit Euro
Seit der Einführung des Euro in einigen europäischen Ländern ist es zwar für Reisende leichter geworden, dort zu bezahlen. In den Wintersportgebieten der EU-Länder, die ebenfalls der Währungsunion angehören (Frankreich, Italien, Österreich), brauchen Sie kein Geld zu tauschen. Man bezahlt einfach wie gewohnt mit dem Euro. Seit dem 1.1.2007 gilt dies übrigens auch für Slowenien.

Auch die Bezahlung mit EC- bzw. Kreditkarte ist in den EU-Ländern unproblematisch und kostet nichts extra. Innerhalb der Europäischen Union dürfen seit 2002 keine Gebühren mehr beim Bezahlen mit EC- oder Kreditkarten erhoben werden.


Geld abheben mit und ohne Gebühren
Vorsicht ist allerdings geboten, wenn man mit der EC- oder Kreditkarte im Ausland Geld abheben möchte. Hierfür fallen unter Umständen Gebühren an. Bei Abhebungen mit EC-Karten sind dies in der Regel 2,50 Euro bis 5,- Euro. Da es sich meist um einen fixen Gebührensatz handelt, lohnt es sich, größere Beträge abzuheben. Fährt man mit mehreren Personen in den Urlaub, sollte nach Möglichkeit nur eine Geld abheben. Die Gebühren können dann durch alle Personen geteilt und so minimiert werden. Auf das Konto, von dem das Geld abgehoben wird, können alle Urlauber schon vorher Geld einzahlen, so dass der Kontoinhaber nicht Gefahr läuft, in den Dispo zu rutschen. 

Mittlerweile gibt es immer mehr Banken, bei denen kostenlos Geld im Ausland abgehoben werden kann. Das komfortabelste Angebot hat die Deutsche Kreditbank. Kunden, die das DKB-Cash-Konto haben, können weltweit an jedem Geldautomaten ihrer Wahl kostenfrei Geld abheben. Allerdings ist dies nur mit der zum Konto gehörenden Visa-Karte möglich. Wer mit der EC-Karte Geld holt, muss Gebühren zahlen.

Kunden der Hypovereinsbank (HVB) haben die Möglichkeit, an allen 3.300 Geldautomaten der UniCredit Banca in Italien und an allen 700 Geldautomaten der Bank Austria Creditanstalt in Österreich kostenfrei Geld abzuheben. Hierfür benötigt man lediglich ein Konto bei der Hypovereinsbank und die dazugehörige EC-Karte.

Die Citibank ist seit kurzem auch zu den Instituten vorgestoßen, die ihren Kunden das länderübergreifende, kostenlose Geldabheben anbieten. Wie auch bei der DKB funktioniert das allerdings nur mit der Kreditkarte. Allerdings ist die Anzahl der Länder, in denen das Geld kostenfrei aus dem Automaten kommt, begrenzt. Lediglich in Ländern, in denen der Euro Zahlungsmittel ist, können Citibank-Kunden kostenlos "Geld ziehen", so die Eigenwerbung der Bank.

Jüngste Mitglieder in der Familie der kostenlosen Bargeldversorger sind die ING-DiBa, die Volkswagen Bank, die comdirect bank und die 1822direkt. Bei diesen Instituten kann der Kunde ebenfalls weltweit kostenlos Geld abheben, muss allerdings dafür die Kreditkarte nutzen.

Wer sein Konto bei der Deutschen Bank hat, kann auf das umfangreiche Partnernetzwerk der Deutschen Bank Gruppe und deren Partner zurückgreifen. In Italien verfügt der Branchenprimus über eigene Filialen. In Frankreich können zusätzlich die Automaten der Partnerbank BNP Parisbas kostenfrei genutzt werden.

Grundsätzlich sollte man im Urlaub nur eine überschaubare Menge an Bargeld bei sich führen. Geht Ihnen das Bargeld verloren oder sind Sie bestohlen worden, gibt es keine Möglichkeit, es zu ersetzen.


Geldwechsel
Fahren Sie in ein Land, in dem der Euro noch nicht offizielles Zahlungsmittel ist, müssen Sie Ihren Bargeldbestand auf die jeweilige Landeswährung einstellen. Wenn Sie Geld wechseln, ist es immer ratsam, bereits vorab einen kleineren Betrag in Deutschland umzutauschen. Denn nicht immer haben die Wechselstuben innerhalb des Urlaubsortes rund um die Uhr geöffnet.

Benötigen Sie danach mehr Bargeld, ist es am Besten, eine Bank oder Wechselstube vor Ort aufzusuchen. Achten Sie dabei auf unseriöse Anbieter an Ihrem Urlaubsort, die überhöhte Gebühren verlangen. In jedem Fall sollten Sie die Gebühren der unterschiedlichen Anbieter vergleichen. Im Allgemeinen werden Gebühren von zwei bis vier Prozent erhoben.

In Ländern, deren Kaufkraft nicht so stark ist, bietet es sich an, direkt im Urlaubsland das Geld zu tauschen, da dies oft günstiger ist. Informieren Sie sich rechtzeitig über die aktuellen Wechselkurse. Der Währungsrechner auf banktip.de liefert Ihnen aktuelle Informationen. In einigen Ländern wie Polen und Tschechien akzeptieren viele Geschäfte auch Zahlungen in Euro.


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