Tchibo hat seine Partnerschaft mit dem Direktversicherer Asstel beendet und bietet nun keine Versicherungen mehr an. Das Unternehmen will sich laut der "Financial Times Deutschland“ auf sein Kerngeschäft und andere wachstumsstarke Sparten konzentrieren. Dazu gehöre Energie und Mobilfunk.
Sieben Jahre lang hatte Tchibo die Asstel Versicherungen über die eigene Webseite angeboten. In den Filialen wurden die Policen beworben, allerdings nicht verkauft. Zurzeit läuft deshalb ein Verfahren vor dem Hamburger Oberlandesgericht. Dabei geht es um die Frage, ob Tchibo hier Versicherungsvermittler oder Tippgeber war.
Tchibo sieht sich als Tippgeber
Ein Vermittler hat im Gegensatz zu einem Tippgeber Informationspflichten und haftet gegenüber den Kunden. Ein Tchibo-Sprecher sagte gegenüber der "Financial Times Deutschland: "Wir sehen uns aber als Tippgeber." Das Landgericht Hamburg urteilte in der ersten Instanz anders.
Tchibo und Asstel verneinten einen Zusammenhang zwischen der Beendigung der Partnerschaft und dem Verfahren. Der Direktversicherer sagte außerdem gegenüber der Zeitung, dass das Ende der Kooperation keine geschäftlichen Folgen für Asstel hätte. Neue Kooperationen würden den Verlust von Tchibo als Partner ausgleichen.
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